Satzung

Satzung für den Landesverband Sachsen des Deutschen Alpenvereins e.V.

 Stand: 13.04.2013

 

§ 1 Name und Sitz

1.     Der Verein führt den Namen „Landesverband Sachsen des Deutschen Alpenvereins e.V.“.

2.     Der Verein hat seinen Sitz in Dresden.

3.     Der Verein ist in das Vereinsregister eingetragen.

4.     Das Vereinsjahr ist das Kalenderjahr.

5.     Der Verein ist ein Landesverband im Sinne von §28 Nr. 2 der Satzung des Deutschen Alpenvereins e.V. (DAV), der aus den im Freistaat Sachsen ansässigen Sektionen des DAV gebildet wird. Er erkennt die Satzung und die Ordnung des Deutschen Alpenvereins als für sich verbindlich an.

  

§ 2 Vereinszweck

1.     Der Verein verfolgt im Freistaat Sachsen die Ziele des Deutschen Alpenvereins. Danach ist der Zweck des Vereins, das Bergsteigen und alpine Sportarten vor allem in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen, besonders für die Jugend und die Familien, zu fördern und zu pflegen, die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten und die Kenntnisse über die Gebirge zu erweitern und zu verbreiten, sowie dadurch die Bindung zur Heimat zu pflegen. Der Verein hat auch gemeinsame Aufgaben der Sektionen zu leiten und zu fördern.

2.     Zur Erfüllung des Vereinszweckes hat der Verein die Aufgabe,

a)     die Interessen der im Freistaat Sachsen ansässigen Sektionen des DAV gegenüber Landtag, Landesregierung und Behörden im Freistaat Sachsen zu vertreten,

b)     die bergsportlichen Belange der im Freistaat Sachsen ansässigen Sektionen des DAV und weiterer Vereine (Außerordentliche Mitglieder) als Fachverband im Landessportbund zu vertreten,

c)     die Aus- und Fortbildung von Fachübungsleitern, Trainern und Schiedsrichtern nach Maßgabe der Ausbildungsordnung des DAV zu betreiben, Kletterwettkämpfe durchzuführen und zu fördern, sowie Trainings- und Unterkunftsstätten zu schaffen und zu erhalten,

d)     die Interessen der im Freistaat Sachsen ansässigen Sektionen des DAV in anderen Organisationen, vor allem des Naturschutzes und des Sports, auf Landesebene wahrzunehmen,

e)     öffentliche Mittel zu bewirtschaften, die der Finanzierung der satzungsgemäßen Arbeit der im Freistaat Sachsen ansässigen Sektionen des DAV und weiterer Vereine (außerordentliche Mitglieder) dienen.

f)     Jugend- und Familienarbeit zu fördern,

g)     Vorträge, insbesondere der Sektionen, im Zusammenhang mit der Verwirklichung des Vereinszwecks zu fördern.

3.     Der Verein ist parteipolitisch neutral, er vertritt die Grundsätze religiöser, weltanschaulicher und ethnischer Toleranz, er achtet auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern.

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

1.     Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Die gemeinnützigen Zwecke in diesem Sinn sind die Förderung des Sports, des Natur- und Umweltschutzes und der Jugendhilfe.

2.     Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

3.     Die Mitglieder der Sektionen des DAV und anderer Vereine (Außerordentliche Mitglieder) erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des DAV fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.

4.     Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der hauswirtschaftlichen Möglichkeiten entgeltlich auf Grundlage eines Dienstvertrages, gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach §3 Nr.26 a EStG, ausgeübt werden.

 

§ 4 Ordentliche Mitglieder

1.     Ordentliche Mitglieder des Vereins können die Sektionen des Deutschen Alpenvereins werden, die ihren Sitz im Freistaat Sachsen haben, und natürliche Personen, die Mitglieder dieser Sektionen sind.

2.     Eine Sektion des DAV, die ihren Sitz im Freistaat Sachsen hat, wird Mitglied durch Erklärung gegenüber dem Vorstand.

 

§ 5 Außerordentliche Mitglieder

1.     Außerordentliche Mitglieder können Vereine und Abteilungen von Vereinen werden, die ihren Sitz im Freistaat Sachsen haben, nicht dem Deutschen Alpenverein als Sektion angehören und Bergsport betreiben.

2.     Außerordentliche Mitglieder werden auf schriftlichen Antrag durch Beschluss des Vorstandes aufgenommen. Dem Antrag sind mindestens die Satzung des Vereins und die der Abteilung sowie der Nachweis der Gemeinnützigkeit des Vereins beizufügen.

3.     Die Regelungen, die in dieser Satzung für die Sektionen des Deutschen Alpenvereins getroffen sind, gelten auch für außerordentliche Mitglieder, insofern steht ein außerordentliches Mitglied einer Sektion des Deutschen Alpenvereins gleich. Abweichend von Satz 1 steht einem außerordentlichen Mitglied Stimmrecht in der Mitgliederversammlung (§15) nur in den Angelegenheiten zu, die die Mitgliedschaft im Landessportbund betreffen (§ 2 Nr. 2.2. und 2.5.)

4.     Die Mitglieder von Vereinen oder von Abteilungen von Vereinen, die als außerordentliche Mitglieder aufgenommen sind, erwerben damit nicht die Rechte und Vergünstigungen, die einem Mitglied des Deutschen Alpenvereins zustehen.

 

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft wird beendet durch:

a) Austritt aus dem Verein,

b) Ausschluss aus dem Verein,

c) Auflösung einer Sektion des DAV oder eines anderen Vereins (Außerordentliches Mitglied),

d) Tod bei natürlichen Personen.

 Austritt und Ausschluss richten sich nach § 9 der Satzung des DAV.

 

§ 7 Beiträge und Haftungsbegrenzungen

1.     Von den Mitgliedern können Beiträge oder einmalige Abgaben erhoben werden, die von der Mitgliederversammlung festgesetzt werden.

2.     Eine Haftung für Schäden, die einem Sektionsmitglied bei der Benutzung der Vereinseinrichtungen oder bei der Teilnahme an einer Vereinsveranstaltungen entstehen, ist über den Umfang der vom DAV abgeschlossenen Versicherungen hinaus auf die Fälle beschränkt, in denen einem Organmitglied oder einer sonstigen für den Verein tätigen Person, für die der Verein nach Vorschriften des bürgerlichen Rechts einzustehen hat, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann.

 

§ 8 Organe

Organe des Vereins sind:

a)     der Vorstand,

b)     die Mitgliederversammlung.

 

§ 9 Vorstand

1.     Der Vorstand besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand (der/dem Ersten Vorsitzenden, dem Zweiten Vorsitzenden, dem Schatzmeister), dem Naturschutzreferenten, dem Landesjugendleiter und weiteren Beisitzern. Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig.

2.     Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wählbar sind nur Personen, die Mitglied einer der dem Verein angehörenden Sektion des DAV sind. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.

3.     Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus dem Vorstand aus oder ist es längerfristig an der Ausübung seines Amtes gehindert, beruft der Vorstand ein Ersatzmitglied für die Zeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung.

 

§ 10 Vertretung

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich gemeinsam von zwei Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands vertreten.

 

§ 11 Aufgaben

1.     Der Vorstand leitet den Verein, führt die Geschäfte, vollzieht die Beschlüsse der Mitglieder­versammlung und entscheidet in allen Angelegenheiten, die dieser nicht vorbehalten sind. 

2.     Der Vorstand ist berechtigt, im Rahmen des genehmigten Haushaltsplanes ehrenamtliche oder besoldete Mitarbeiter mit Aufgaben der Geschäftsführung zu beauftragen.

3.     Der Vorstand ist für die ordnungsgemäße Führung der Finanzunterlagen verantwortlich, die jährlich von den Kassenprüfern zu prüfen sind.

 

§ 12 Geschäftsordnung des Vorstandes

1.     Der Vorstand wird vom Ersten Vorsitzenden, im Verhinderungsfall vom Zweiten Vorsitzenden nach Bedarf zu Sitzungen einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes anwesend sind.

2.     Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. 

3.     Der Vorstand muss einberufen werden, wenn es mindestens zwei seiner Mitglieder verlangen.

 

§ 13 Mitgliederversammlung

1.     Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.

2.     Der Mitgliederversammlung sind insbesondere folgende Aufgaben vorbehalten:

a)     Entgegennahme und Beratung des Jahresberichtes des Vorstandes, der Jahresrechnung und des Kassenprüfungsberichtes,

b)     Entlastung des Vorstandes,

c)     Genehmigung des Haushaltplanes,

d)     Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer,

e)     Beschlussfassung über Beiträge und Umlagen,

f)     Beschlussfassung über den Beitritt zu anderen Organisationen,

g)     Beschlussfassung über Anträge und Beschwerden,

h)    Beschlussfassung über Satzungsänderungen,

i)      Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

3.     Satzungsänderungen bedürfen der Genehmigung des Präsidiums des DAV.

 

§ 14 Einberufung der Mitgliederversammlung

1.     Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt.

2.     Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand schriftlich unter Angabe der Tagesordnung und unter Einhaltung einer Frist von 4 Wochen einberufen.

3.     Anträge an die Mitgliederversammlung, die dem Vorstand 14 Tage vor der Mitgliederversammlung vorliegen, sind auf die Tagesordnung zu setzen. Verspätet eingereichte Anträge sind in der Mitgliederversammlung nur dann zu behandeln, wenn sie schriftlich mit Begründung vorliegen und von einem Drittel der Stimmen unterstützt werden, dies gilt nicht für Anträge auf Änderungen der Satzung, Auflösung des Vereins und Festsetzung von Beiträgen und Umlagen.

4.     Die Mitgliederversammlung wird vom Ersten Vorsitzenden oder vom Zweiten Vorsitzenden geleitet.

5.     Über die Verhandlungen und Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Leiter der Versammlung unterzeichnet wird. Die Mitglieder erhalten davon eine Kopie.

6.     Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Wird die Einberufung von einem Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Grundes beantragt, hat der Vorstand unverzüglich die außerordentliche Mitgliederversammlung so einzuberufen, dass sie spätestens 6 Wochen nach Zugang des Antrages stattfindet.

  

§ 15 Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung, Abstimmung und Wahlen

1.     Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen ist.

2.     Jede Sektion des DAV und jedes außerordentliche Mitglied hat bei einer Zahl von

a)     bis zu 100 Mitgliedern 1 Stimme

b)     von 101 bis 250 Mitgliedern 2 Stimmen

c)     von 251 bis 500 Mitgliedern 3 Stimmen

d)     von 501 bis 1000 Mitgliedern 4 Stimmen

e)     von 1000 bis 3000 Mitgliedern 5 Stimmen

f)     von 3001 bis 5000 Mitgliedern 6 Stimmen

g)     von 5001 Mitgliedern 7 Stimmen

Das Stimmrecht richtet sich nach den für das vergangene Jahr erfüllten Beitragsverpflichtungen. Jede natürliche Person, die Mitglied ist, hat 1 Stimme.

Ein Beschluss wird mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Ungültige Stimmen und Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt.

4.     Die Beschlussfassung über die Satzung und künftige Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen. Eine Änderung des Zwecks des Vereins ist nur wirksam, wenn sie mit der Satzung des DAV im Einklang steht.

5.     Bei Wahlen gilt als gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten, so findet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten statt, die die meisten Stimmen erhalten haben. Gewählt wird dann derjenige, der die meisten Stimmen erhält. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los.

 

§ 16 Kassenprüfer

Die Mitgliederversammlung wählt zwei Kassenprüfer auf die Dauer von 4 Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Die Kassenprüfer haben die Kassengeschäfte des Vereins zu überprüfen und der Mitgliederversammlung zu berichten.

 

§ 17 Auflösung

1.     Über die Auflösung des Vereins beschließt die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen. Ist weniger als die Hälfte der Mitglieder in der Mitgliederversammlung vertreten, so kann die Auflösung von einer innerhalb von vier Wochen einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der in ihr vertretenen Mitglieder beschlussfähig, hierauf muss in der Einladung hingewiesen werden.

2.     Die Mitgliederversammlung, welche die Auflösung beschließt, verfügt gleichzeitig über das Vermögen des Vereins. Dieses Vermögen darf nur auf den Deutschen Alpenverein e.V., Sitz in München, übertragen werden, zur unmittelbaren und ausschließlichen Verwendung für die gemeinnützigen Zwecke nach § 3 dieser Satzung. Das gleiche gilt, wenn der Verein zwangsweise aufgelöst wird oder der bisherige Satzungszweck zum Wegfall kommt. Sollte dann weder der DAV bestehen, noch einen als steuerbegünstigte Körperschaft anerkannten Rechtsnachfolger haben, wird das Vereinsvermögen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts oder einer steuerbegünstigten sonstigen Körperschaft zur unmittelbaren und ausschließlichen Verwendung für einen gleichartigen gemeinnützigen Zweck zugeführt.

  

§ 18 Inkrafttreten der Satzung

Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 13.04.2013 in Schöneck beschlossen und tritt sofort in Kraft.

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