Unsere Felskader-AthletInnen

 logo_Fk

Unser Felskader-Team besteht aus 5 Athletinnen und 5 Athleten:

Christoph Doktor DAV Leipzig
Ferdinand Heinrich SBB
Jannik Kindermann DAV Chemnitz
Johanna Rebohle SBB
Kai Gilbrich SBB
Lara Windelband SBB 
Ronja Witt SBB 
Svante Neumann SBB 
Svenja Thömel SBB 
Tarja Himpel SBB 

 

Christoph Doktor

Christoph_Doktor

Foto: Oberhalb der direkten Wand im frühen Morgenlicht - Großer Wehlturm ©Rainer Beck

Hallo, ich bin Christoph. Ich habe eine schräge Faszination für Pflanzen aller Art (waszugegebenermaßen nur äußerst selten von Nutzen ist), bin seit zwei Jahren mit meinem Griffbrett verheiratet und habe mir irgendwann mal den Spitznamen Tarzan eingehandelt. Auch wenn das zum Klettern passen würde, hatte es wahrscheinlich doch mehr mit meiner Frisur zu tun. Obwohl ich, seit ich laufen kann, in der Sächsischen Schweiz unterwegs bin, hat meine Kletterkarriere offiziell am Plastik begonnen. Im DAV Leipzig war ich viele Jahre mit viel Freude aber nicht zu viel Ehrgeiz im Leistungskader dabei. Die Motivation kam erst nach dem Abitur, als ich mit mehr Zeit zum Trainieren gemerkt habe, dass ich doch schwer klettern kann. Im Lockdown war ich dann vor allem im Porphyr unterwegs und habe an der Golzernmühle mit „Lunochod“ und „Babylon“ meine ersten schweren Begehungen am Fels (und zusätzlich einige Griffe aus der Wand) geholt. Wenn ich nicht gerade am Fels oder in der Kletterhalle bin, dann stehe ich entweder auf der Slackline oder für mein Biochemie-Studium im Labor. Am Klettern motiviert mich am meisten, dass die Ziele nie ausgehen. Es gibt überall noch „Must-haves“ zu klettern, Fußstapfen, in die man treten kann, und viele Dinge hinter meinem persönlichen Kletterhorizont. Ich würde mich zur Zeit auch gar nicht auf eine Spielart des Kletterns festlegen wollen - ich ringe gerne mit schweren Projekten im Sportklettern, suche aber genauso den Abenteuerfaktor im Sandstein. Vor allem genieße ich aber, gemeinsam mit anderen in der Natur unterwegs zu sein und den ganzen Alltag beim Klettern loslassen zu können. Na dann, ich geh jetzt mal klettern!

 

Ferdinand Heinrich

Ferdinand_Heinrich©RuweBusch_klein

Foto: Brückenpfeiler - Trautmannsfels ©Ruwe Busch

Ich bin mit 13 zum Klettern gekommen, allerdings habe ich in der Halle angefangen. Mit 15 hatte ich dann mit der Großen Herkulessäule meinen ersten Gipfel im Vorstieg. 2019, also noch einmal zwei Jahre später, habe ich begonnen, regelmäßig in der Sächsischen Schweiz zu klettern. Seitdem habe ich viele schöne Wege geklettert, wobei mich lange überhängende Wände und besonders Kanten am meisten begeistern. Eines meiner schönsten Erlebnisse war es, die „Direkte Westkante“ am Falkenstein zu klettern, nach der Querung am 3. Ring auf der Kante anzukommen und die Ausgesetztheit zu spüren. Am Klettern in der Sächsischen Schweiz motiviert mich am meisten, dass man mit dem Fels und sich selbst alleine ist und es nur um den nächsten Griff, die nächste Bewegung oder die nächste Schlinge geht. Mein nächstes Ziel in der Sächsischen Schweiz ist es, meine Risstechnik so zu verbessern, dass ich mich auch sicher fühle, wenn ich einen Riss klettere.

 

Jannik Kindermann

Jannik_Kindermann_klein

Foto: Magic Wood ©Hannes Tell

Solange ich mich erinnern kann, klettere ich schon. Anfangs war ich auch oft in der Sächsischen Schweiz mit meinen Eltern. Richtig mit regelmäßigen Training habe ich allerdings in der Halle angefangen und war dort dann auch lange im Wettkampfsport aktiv. Wenn es mal an den Fels ging, war es meistens in Sportklettergebieten, wie das Frankenjura. Seit einem Jahr habe ich angefangen, mich als Athlet aus dem Wettkampfsport etwas zurückzuziehen und unterstütze jetzt hauptsächlich den Nachwuchs als Trainer. Für meine persönlichen Ziele möchte ich aber natürlich weiterhin viel und schwer am Felsen klettern. Auch in das Elbsandsteingebirge möchte ich wieder öfter. Dort fehlt mir allerdings nach jahrelangem Sportklettern die Moral und Erfahrung. Die muss natürlich erstmal wieder aufgebaut werden. Ich denke, dass mir dabei der Felskader sehr helfen kann. Ich freue mich auf viele erfolgreiche und vor allem spaßige Ausfahrten mit dem Team.

 

Johanna Rebohle

Johanna_Rebohle_7Ap_Ciclone_klein

Foto: Ciclone - Bric Scimarco, Finale Ligure ©André Heinemann

Hallo, ich bin Johanna und klettere seit Kindheitstagen für mein Leben gern! Mich fasziniert vor allem die Vielseitigkeit des Kletterns draußen am Fels – egal ob Wand, Verschneidung, Reibung, Platte, Hangel, Riss oder Überhang - jeder Weg hält andere Herausforderungen bereit und konfrontiert mich mit meinen körperlichen und geistigen Grenzen. Und wenn dabei dann noch eine gemeinsame Gipfelbesteigung in schönster Naturumgebung herausspringt, bin ich voll und ganz glücklich und begeistert von diesem perfekten Klettertag. Die Sächsische Schweiz ist mein Lieblingsklettergebiet, auch wenn ich mich dort aus moralischen Gründen bisher auch gern mal ins sichere Nachstiegsende eingebunden habe. Umso mehr bin ich gespannt, wie mir der Austausch mit anderen Felsbegeisterten und das Ausbauen meiner Schlingenlegefähigkeiten diese Angst ein wenig nehmen können und mir somit noch viele schöne Klettertouren ermöglicht werden. Gleichzeitig hoffe ich auch, meine Rissklettertechnik verbessern zu können, da diese unterschiedlich großen Felsspalten bisher gerne etwas mehr meiner Haut und Kräfte forderten, als mir lieb war. Ich bin gespannt, was alles möglich ist und freue mich darauf, meine Kletterleidenschaft zu teilen!

 

Kai Gilbrich

Kai_Gilbrich©Lisa Maul_Black Cobra - Karlukovo, Bulgarien_klein

Foto: Black Cobra - Karlukovo, Bulgarien ©Lisa Maul

Ich bin Kai, bin 21 Jahre alt und darf die nächsten 2 Jahre beim Felskader Sachsen mitmachen. Schon in Kindertagen wurde ich mit ins Elbsandsteingebirge zum Klettern oder Wandern geschleppt. Anfangs war ich von der ganzen Sache noch nicht so sehr überzeugt, doch irgendwann fand ich immer mehr Begeisterung im Klettern. Heute vergeht kaum eine Woche an der ich meine Finger nicht mindestens ein Mal am Sandstein hatte. Die abwechslungsreiche und meist auch abenteuerliche Kletterei im Sächsischen (auch Böhmischen) Sandstein überzeugt mich bis jetzt von allen Gebieten am meisten. Hier werde ich nicht nur physisch, sondern auch mental auf die Probe gestellt und dafür fast immer mit schönsten Griffstrukturen und Kletterzügen belohnt. Meine absoluten Lieblingstouren waren bis jetzt die „Direkte Superlative“ am Großen Wehlturm und die „Sinfonie in Stein“ am Nonnengärtner. In diesen Routen ist alles vereint, was ich am Klettern mag. Ich freue mich auf die Zeit im Felskader und hoffe, durch die Unterstützung vom Team weitere Routen von meiner To-Do-Liste abhaken zu können, aber auch den anderen Athleten durch die eigene Erfahrung weiterzuhelfen.

 

Lara Windelband

Lara_Windelband_klein

Foto: Südwestwand - Lolaturm ©Falk Richter

Ich heiße Lara und bin 16 Jahre alt. Meine Eltern haben mich schon als Baby immer mit zum Fels genommen und mit zwei Jahren habe ich dann meinen ersten Gipfel bestiegen. Klettern hat also schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Besonders häufig und gerne bin ich natürlich in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Ich liebe die Sandsteingipfel, das Abenteuer und das gemeinsame Eintragen ins Gipfelbuch. Aber auch Sportklettern und Mehrseillängentouren machen mir viel Spaß, weshalb ich die Ferien oft in Frankreich, Italien oder Spanien verbringe. Besonders motiviert bin ich beim Klettern, wenn ich draußen am Fels mit coolen und fitten Leuten bin, die Sonne scheint, es schwere Routen, spannende Linien oder markante Gipfel gibt und alle einfach gut drauf sind. Auch besondere Ziele, die ich erreichen möchte, motivieren mich zu trainieren. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, das Schlingen legen noch weiter zu üben, damit ich in Zukunft sicherer und schwerer in der Sächsischen Schweiz vorsteigen kann. Außerdem würde ich gerne meine bisher schwerste Route in einem Sportklettergebiet übertreffen und mir eine Tour zum Projektieren suchen, da ich das bisher noch nicht so oft gemacht habe. Ich habe also einige Baustellen und denke, dass mich der Felskader dabei gut voranbringen wird.

 

Ronja Witt

Ronja_Witt_Gorg-Blau-Schlucht(Sa Fosca),Mallorca_klein

Foto: Gorg-Blau-Schlucht (Sa Fosca), Mallorca ©Tilmann Hartmann

Hi, ich bin Ronja und soweit ich mich erinnern kann, schon immer überall hochgeklettert. Richtig angefangen habe ich mit 9 Jahren in der Halle, aber später dann auch immer mehr in der sächsischen Schweiz. Toll am Klettern finde ich, dass es überall auf der Welt möglich ist und man immer neue Gebiete kennenlernen kann. Dieses Jahr waren wir z.B. auf Mallorca zum Deep Water Soloing und Sportklettern. An hohen Klippen zu klettern war eine ganz neue Erfahrung für mich. Auch in den Sportklettergebieten im Norden Mallorcas fand ich die Kletterei an Sinterfahnen besonders interessant, mit denen viele Routen dort durchzogen sind. Mehr ein Traum als ein Ziel von mir ist es, in so vielen verschiedenen Gebieten wie möglich zu Klettern, um immer neue Wege kennenzulernen.

 

Svante Neumann

 Svante_Neumann@Uwe_Daniel_Teufelsturm_Talseite_klein

Foto: Talseite - Teufelsturm ©Uwe Daniel

Ich bin 16 Jahre alt und klettere seit mittlerweile über 14 Jahren. Meine erster Gipfel war die Narrenkappe in der Sächsischen Schweiz. Die Faszination für dieses Gebirge hat mich nie losgelassen und ich liebe das Klettern im Sandstein. Vor allem die schwereren klassischen Routen mit allen Spielarten von Kamin über Riss und Wand reizen mich. Zwischen meinem 10. und 14. Lebensjahr habe ich alle 1.135 Gipfel zwei Mal bestiegen (1x Nachstieg, 1x Vorstieg). Außerdem bin ich mit 15 Jahren alle 92 Meisterwege der 1974er Liste vorgestiegen. Zurzeit klettere ich noch die Meisterwege der Listen vor 1974. Auf langfristige Sicht möchte ich irgendwann mal eine Xa in der Sächsischen Schweiz sowie eine 8a im Sportklettern vorsteigen. Außerdem habe ich noch eine „Must-Have“-Liste mit den rund 400 schönsten Wegen der Sächsischen Schweiz als Orientierungshilfe, falls mir mal kein Kletterziel einfällt. Wenn ich mal längere Zeit nicht zum klettern komme, leide ich an Entzugserscheinungen! ;)

 

Svenja Thömel

Svenja_Thömel_klein

Foto: Oberhalb der EV zur Südwestwand - Hinterer Gansfels ©Cyril Kufner

Hi, ich bin Svenja, 19 Jahre alt und schon immer gern draußen unterwegs. Als Kleinkind wurde ich jedes Wochenende zum Wandern ins Elbi mitgenommen und bin zunehmend auf alle ersichtlichen Bäume und kleine Felsblöcke geklettert. Mit etwa 12 Jahren war ich dann einmal die Woche in der Halle und ab und zu mal draußen klettern. Dort habe ich mir dann das Vorsteigen von anderen abgeschaut. Jeder Weg draußen am Fels ist für mich eine neue, spannende Erfahrung, bei der ich dazulerne. Irgendwann hatte ich genug Erfahrungen für anspruchsvollere Wege und bin nun im Felskader gelandet. Und ich denke, dass es bei Erfahrungen immer viel Luft nach oben gibt. Deshalb lerne ich auch gern verschiedenste Kletter- und Bouldergebiete mit ihren spezifischen Gesteinsarten kennen. Besonders in Erinnerung sind mir da einige schöne Klettertage in Norwegen, im Harz und der Eifel, und ich möchte die kommenden Klettersaisons etwas mehr in den Süden reisen. Zu Hause bin ich aber im Elbi. Im Allgemeinen hab ich in meinem Leben vor allem mit dem Klettern bzw. kletternden Menschen zu tun. Meine Tätigkeiten als Landesjugendleiterin, Trainerin und Routenbauerin nehmen da einen großen Posten ein. Ich denke, dass diese Dinge mich in meinem Leben und an der Wand weiterbringen und ich kann es mir ohne nicht mehr vorstellen. Den Rest der Zeit studiere ich Chemieingenieurwesen in Dresden. Ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre mit dem Team und bin gespannt auf viele neue Gesichter und Erfahrungen!

  

Tarja Himpel

©RuweBusch-VerletztenBergung5187

Foto: Lehrgang "Erste Hilfe" im Bielatal ©Ruwe Busch

Hi, ich bin Tarja. Ich gehe seit ca. 3 Jahren mit dem FSK (Freunde des Sächsischen Kletterns) Gipfel besteigen. Zum Klettern bin ich durch meinen Klassenlehrer gekommen, der meine Klasse und so auch mich mal mitgenommen hat. Das hat mir sehr schnell, sehr viel Spaß gemacht. Der Fels, die Natur, die Menschen. Das Ganze hat mir einfach sehr gefallen und so bin ich schließlich in die Klettergruppe reingerutscht. Ein sehr schönes Klettererlebnis hatte ich an der Rohnspitze im Reitzweg. Als ich in der Route war, habe ich mich komplett ohne Angst gefühlt und bin den Weg konzentriert, aber mit großen Genuss durchgeklettert. Dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. So wie die Rohnspitze liegen auch alle anderen Gipfel, die ich bestiegen habe, in der Sächsischen Schweiz. Außer ein paarmal im Liebethaler Grund, bin ich sonst bis jetzt nur in im Elbi unterwegs gewesen. Aber da mir Klettern echt sehr viel Spaß macht, möchte ich mir noch mehr Klettergebiete erschließen. Mein Ziel für die Zukunft ist es natürlich schwerer zu klettern. Speziell würde ich gerne VIIIa sicher vorsteigen können und im IX-er Bereich auch ganz gut nachsteigen. Soweit erstmal:) 

 

 

Vorherige Seite: Felskader des Landesverbands Sachsen Nächste Seite: Sichtungstreffen